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TU München zeigte Wi-Fi-Holografie auf RFID & Wireless IoT tomorrow!

Event-Highlight: Spitzenforschung auf der RFID & Wireless IoT tomorrow!

Zentimeter-genaues Indoor-Tracking von Objekten und Werkzeugen, 3D-Scans von Gebäuden, Lokalisierung von verschütteten Personen in Lawinen und Erdbeben: In den Foren "Standardisierung & Forschung" und "Logistik & Supply Chain" berichtete Dr. Friedemann Reinhard, TU München, über mögliche Anwendungen für ein neues holografisches 3D-Abbildungsverfahren.

Fotografie 2.0: Augen für WLAN schaffen

Mikrowellenstrahlung ist überall: Mobiltelefone, Router und zahlreiche andere Geräte senden Mikrowellenstrahlung aus. Die Wellen werden von Objekten in ihrem Weg absorbiert oder zerstreut. Den Forschern der TU München gelang es erstmals, daraus ein dreidimensionales Abbild der Umgebung via Holografie mit WLAN zu erzeugen. Im Interview mit dem Fachmagazin "RFID im Blick" erklärt Dr. Friedemann Reinhard, Leiter der Emmy Noether Forschungsgruppe für Quantum Sensing, Walter Schottky Institut der Technischen Universität München, den Grundgedanken hinter dem Projekt:

„Holografie zeigt ein Bild der Welt, wie sie aussehen würde, wenn wir Augen für WLAN-Strahlung hätten. Das erstellte dreidimensionale Bild kann von allen Seiten betrachtet werden. Auch Schatten und Reflexionen an den Wänden können sichtbar gemacht werden. Holografie erfasst das gesamte Lichtfeld des betrachteten Objekts. Das projizierte Hologramm ist sozusagen eine Fotografie 2.0, mit mehr Informationen über das Objekt.“

Wi-Fi-Holografie blickt hinter Objekte!

Im Experiment setzte die Forschungsgruppe einen handelsüblichen WLAN-Router mit einer mobilen und einer fixierten Antenne ein, um WLAN-Signale zu erfassen. Router und Antennen wurden auf einem beweglichen Wagen montiert, sodass die mobile Antenne vor- und zurückbewegt werden konnte. Die fixierte Referenzantenne zeichnete das störungsfreie Signal auf.

Das Hologramm selbst wird digital erstellt, indem beide Signale an jedem Punkt in Amplitude und Phase miteinander verglichen werden. Im rekonstruierten dreidimensionalen Bild stehen helle Punkte für Sender und Schatten für Objekte. Je größer der Bereich, der gescannt wird, desto besser ist die erreichte Tiefenwahrnehmung – bis hin zur Möglichkeit, hinter Objekte zu sehen!

TU München erhält Research & Solutions Award!

Auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2017 wurde zum ersten Mal der RFID & Wireless IoT Research & Solutions Award verliehen. Mit diesem Award möchten die Organisatoren des Events ein Signal für Innovation und digitale Transformation setzen. Die Emmy Noether Forschungsgruppe für Quantum Sensing des Walter Schottky Instituts der Technischen Universität München wurde für ihre Arbeit an Wi-Fi-Holografie zum Objekt-Tracking ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am Abend des 27. September 2017 direkt im Anschluss an das Vortragsprogramm des Developer Day statt.

Dr. Friedemann Reinhard nahm die Auszeichnung im Namen seines Teams entgegen. Er bedankte sich noch einmal für die Möglichkeit, das innovative Holografie-Verfahren auf dem führenden Wireless-IoT-Event einem fachkundigen Publikum vorstellen zu können:

"Der RFID & Wireless IoT Research & Solutions Award 2017 war ein sehr wichtiger Türöffner für unsere Gruppe. Viele potenzielle Partner wurden dadurch auf unsere Arbeit aufmerksam, so dass wir leichter ein Folgeprojekt einwerben können. Die RFID & Wireless IoT tomorrow 2017 war eine hervorragende Gelegenheit, unsere Forschungsergebnisse mit Anwendern zu diskutieren. Diese Art von Feedback ist extrem wertvoll, um zu erfahren, welche Probleme es in der Praxis noch zu lösen gilt."

Vollständiges Interview in "RFID im Blick"

Das vollständige Interview mit Dr. Friedemann Reinhard lesen Sie als Teil der Serie "Wireless-IoT-Technologie" in der Septemberausgabe von "RFID im Blick", dem Fachmagazin für wireless IoT. Das ganze Spektrum von RFID & Wireless IoT auf 82 Seiten!


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