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Fraunhofer IFAM zeigt, wie RFID in Metall eingegossen werden kann

Marktreifes Verfahren für RFID in der Gießerei

Am 28. September stellt das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM im Forum 1 "Industrial IoT" ein patentiertes Verfahren vor, um RFID-Transponder in Metallbauteile einzugießen. Gemeinsam mit Projektpartner Audi haben die Forscher den Proof of Concept für die Großserienfertigung geliefert.

Event-Info
9.00 Uhr - 17.00 Uhr
28. September 2017
Düsseldorf

Gekapselter RFID-Transponder wird in das Bauteil eingegossen

Die Grundlage des Projektes ist das von Fraunhofer IFAM patentierte „Casttronics“-Verfahren, mit dem RFID-Transponder in ein Metallgussbauteil integriert werden können. Casttronics basiert auf einer Schutzkapsel für RFID-Transponder, die diese für eine bestimmte Zeit vor den hohen Temperaturen im Druckgussverfahren schützt. Das Bauteil wird um die Schutzkapsel herum gegossen. Nach dem Gießvorgang kann der RFID-Transponder dann nicht mehr entfernt werden, ohne das Bauteil sichtbar zu beschädigen.

Casttronics im Härtetest unter seriennahen Bedingungen

In Deutschland ist die Automobilindustrie der größte Abnehmer von Gießereitechnologie. Im Rahmen eines umfangreichen und mit EU-Mitteln geförderten Projektkonsortiums wurde beim Projektpartner Audi die Casttronics-Technologie für einen Testlauf unter seriennahen Bedingungen eingesetzt und erfolgreich getestet. Ein LF-RFID-Transponder wurde im Druckgussverfahren in ein bereits existierendes Strukturbauteil von Audi eingegossen. Bei jedem Gießprozess positionierte ein Greifarm am Trennmittelroboter den Transponder samt Schutzkapsel im Gießwerkzeug.

„Trotz der hohen thermischen Belastungen während des Druckgussverfahrens funktionieren die integrierten Transponder einwandfrei. In der Serienfertigung bei Audi waren 100 Prozent der RFID-Transponder nach dem Gießen lesbar. Damit haben das Fraunhofer IFAM und Audi eindeutig bewiesen: das Casttronics-Verfahren funktioniert nicht nur im Prototypen und im Labor, sondern prozesssicher in der Serienfertigung eines großen Automobilherstellers.“
Christoph Pille, stellvertretender Abteilungsleiter Gießereitechnologie beim Fraunhofer IFAM

Ausführliches Interview mit Fraunhofer IFAM in "RFID im Blick"

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie in der April-Ausgabe 2017 von "RFID im Blick": Christoph Pille, stellvertretender Abteilungsleiter Gießereitechnologie am Fraunhofer IFAM, und Thomas Rahn, Projektleiter Gießereitechnologie am Fraunhofer IFAM, erklären im ausführlichen Gespräch die Details des Verfahrens und seiner Anwendung in der Großserienfertigung bei Audi. Casttronics ist nur ein Teil des EU-geförderten "Music"-Projekts, dessen Ziel die komplett selbststeuernde Gießzelle ist. Durch kognitive Verfahren wird die intelligente, autonome Gießerei eine Realität. Das Fraunhofer IFAM bringt Gießereien in die Industrie 4.0 und steigert ihre Qualität und Produktivität.

Vortrag im Forum "Industrial IoT" präsentiert das Verfahren

Auf der RFID & Wireless IoT tomorrow stehen im Forum 1 am User Day Industriethemen im Vordergrund. Industrieunternehmen stellen erfolgreiche Prozessoptimierung in der industriellen Produktion, Materialfluss und Instandhaltung vor. Christoph Pille, stellvertretender Abteilungsleiter Gießereitechnologie beim Fraunhofer IFAM, wird im Forum 1 das Casttronics-Verfahren und die Details des Proof of Concept bei Audi detailliert vorstellen. "Das Casttronics-Verfahren ist marktreif", stellt Christoph Pille klar. Er wird auf der RFID & Wireless IoT tomorrow über konkrete Anwendungen sprechen, in denen das Verfahren ab sofort zum Einsatz kommen kann. Lassen Sie sich also die Gelegenheit nicht entgehen, den neusten Stand der Technik in der Gießereitechnik hautnah zu erleben!

Buchen Sie noch heute Ihr Ticket und hören Sie am 27. und 28. September 2017 das Fraunhofer IFAM und über 80 weitere Vorträge!


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